„Der Mensch ist was er isst“, so lautet ein vielzitierter Satz von Ludwig Feuerbach von vor über 150 Jahren, der trotzdem heute so aktuell wie nie zu sein scheint. In unserer heutigen Zeit mit ihrem hektischen Lebensstil, die einhergeht mit chronischen Erkrankugen wie etwa dem metabolische Syndrom oder Altersdiabetes, ist unsere Nahrung ein wichtiger „life-style“ Faktor.
Aber inwieweit beeinflusst unsere Ernährung wirklich Wohlergehen und Gesundheit? Gibt es in unserer hochindustrialisierten Welt überhaupt noch gesundes, „natürliches“ Essen? Und was sagt die Wissenschaft zu dem Zusammenhang zwischen Ernährung, Übergewicht und Herz-Kreislauferkrankungen? Sind die Fette schuld, der Haushaltszucker, die Großkonzerne und das Fast-Food Essen? Kann ich meinen Mangel an Obst und Gemüse mit Multivitamintabletten ausgleichen? Oder bin ich nur Opfer meiner Gene und Veranlagungen?
Antworten auf diese Fragen sind für den Normalverbraucher zwischen widersprüchlichen Zeitungsartikeln, kryptischen fachzeitschriftlichen Veröffentlichungen und täglich scheinbar neuen Empfehlungen nur schwer herauszufiltern. Waren es früher die kalorienreichen Fette, die für Negativschlagzeilen sorgten, sind es heute im Zeitalter von Atkins- und Steinzeitdiät die Kohlenhydrate, die ihr „Fett abbekommen“. Hinzu kommt die zunehmende Fragmentierung der Empfehlungen für verschiedene Altersgruppen, Geschlecht und sogar Erbanlagen – von pseudowissenschaftlichen Unterscheidungen wie etwa der Blutgruppe ganz abgesehen.
In seinem Vortrag im Rahmen der Serie „Les jeudis des sciences“ der Universität Luxemburg versucht der Ernährungswissenschaftler und Lebensmittelchemiker Dr. Torsten Bohn vom „Luxembourg Institute of Technology“ (LIST) die Definition und das Finden einer „gesunden“ Ernährung im Dschungel verschiedener Empfehlungen aufzudecken und einige Antworten zu finden. Der Vortrag in deutscher Sprache richtet sich an alle interessierten Bürger, Voranmeldung nicht erforderlich.
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Wann? Donnerstag, den 26. November 2015
Wo? Universität Luxemburg, Campus Kirchberg, 6, rue Richard Coudenhove-Kalergi, L-1359, Hörsaal B02
Kontakt: metaxy@uni.lu


















